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Mitglied in der Feuerwehr werden

Was bringt mir eigentlich eine Mitgliedschaft?


Eine Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr hat Vorteile. In einem Interview verrät uns Alexander Hitz, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Reichelsheim, warum.

Herr Hitz, wie werde ich Mitglied in der Feuerwehr?
Hitz: Wir unterscheiden zwei Arten von Mitgliedschaften. Passive - also fördernde Mitglieder - und aktive Mitglieder. Die einfachste Form ist die passive Mitgliedschaft. Füllen sie dazu einfach unseren Mitgliedsantrag aus ('förderndes/passives Mitglied' ankreuzen) und senden sie ihn an uns zurück. Entweder als Scan per Mail, per Post oder im Feuerwehrhaus in der Bingenheimer Straße einwerfen.

Was unterscheidet die aktive von der passiven Mitgliedschaft?
Hitz: Als passives Mitglied unterstützen sie unseren Förderverein lediglich finanziell mit dem jeweils gültigen Jahresbeitrag. Im Moment sind das 12,- Euro. Als aktives Mitglied werden sie zusätzlich Mitglied der sogenannten 'Einsatzabteilung', also der öffentlichen Feuerwehr.

Was bedeutet das?
Hitz: Aktive Mitglieder sind Feuerwehrleute, wie wir sie aus dem Fernsehen oder von Bildern kennen. Sie durchlaufen eine Grundausbildung und verschiedene Spezialausbildungen. Dienst- und Einsatzkleidung werden von der Stadt Reichelsheim gestellt. Aktive Mitglieder verpflichten sich unter anderem, bei einer Alarmierung zum Einsatz zu erscheinen und an Übungsdiensten teilzunehmen.

Kleidung stellt die Stadt Reichelsheim?
Hitz: Ja. Sie ist verantwortlich für die Ausrüstung der öffentlichen Feuerwehr. Vielfach können aber nicht alle benötigten Mittel aus der Stadtkasse aufgewendet werden. Dann kommen wir als Förderverein ins Spiel und können benötigte Ausrüstung kaufen bzw. finanzieren.

Was verdient man denn als Feuerwehrmann?
Hitz (lacht): Leider nichts. Freiwillige Feuerwehr ist ein Ehrenamt. Man macht das alles nebenbei in seiner Freizeit. Allerdings werden Aufwände, entstandene Kosten oder Schäden erstattet. Bezahlt im Sinne eines Arbeitsgeber-/Arbeitnehmer-Verhältnisses werden nur Berufsfeuerwehrleute oder Angehörige einer Werksfeuerwehr.

Man verdient nichts? Aber welche Vorteile hat eine Mitgliedschaft dann?
Hitz: Bei den Vorteilen müssen wir wieder unterscheiden. Die passiven Mitglieder helfen uns mit ihrem Mitgliedsbeitrag oder Spenden dabei, unsere Ausrüstung technisch auf aktuellem Stand zu halten und zu optimieren. Das kommt unseren Mitbürgern dann bei Einsätzen zu gute, wenn wir schnell und unkompliziert mit den richtigen Mitteln helfen und den entstandenen Schaden begrenzen konnten.
Als aktives Mitglied sind sie ein kleines Zahnrädchen in der großen Maschine 'Feuerwehr'. Sie stellen sicher, dass die Feuerwehr auch in Zukunft noch kommt, wenn es brennt oder anderweitig Hilfe geleistet werden muss. Wir - als Bevölkerung - helfen uns quasi selber. Und es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn wir von einem Einsatz zurück kommen und konnten Leben retten, Schaden begrenzen oder einfach nur helfen.

Das ist einleuchtend. Welchen Zeitaufwand muss man denn als Feuerwehrmann in Kauf nehmen?
Hitz: Das ist unterschiedlich. Wir treffen uns einmal in der Woche Dienstagabend für zwei bis drei Stunden. Dazu kommen verschiedene Dienste oder Lehrgänge. Zu Einsätzen müssen wir im Moment bis zu 10 Mal im Jahr ausrücken. Da kann man aber nie genau sagen, wie oft etwas passiert und wie lange das dauert. Von 10 Minuten bis zu mehreren Stunden kann da alles dabei sein.

Was wird dienstags bei der Feuerwehr gemacht?
Hitz: 14-tägig im Wechsel werden Einsatzlagen oder der Umgang mit einer bestimmten Ausrüstung geübt. An den dazwischen liegenden Dienstagen tüfteln wir an unserer Ausrüstung. Fahrzeuge und Geräte werden gepflegt oder optimiert. Manchmal pflegen wir auch einfach nur die Kameradschaft und würfeln eine Runde.

Ich kann mir vorstellen, dass Feuerwehreinsätze gefährlich sein können. Passieren da viele Unfälle? Ist man als Feuerwehrmann eigentlich versichert?
Hitz: Schwere Unfälle hatten wir zum Glück noch nicht zu beklagen. Auch Verletzungen sind eher selten. Dafür sind wir ja gut ausgebildet und haben die entsprechende Schutzkleidung. Versichert sind wir, ja - sogar doppelt. Alle Tätigkeiten innerhalb von Ausbildung und Einsatz sind durch eine Versicherung bei der Unfallkasse Hessen abgedeckt. Wenn wir für den Verein tätig sind, greift im Schadensfall die sogenannte 'Floriansversicherung' der Sparkasse.

Gibt es eine Altersbeschränkung für eine Mitgliedschaft?
Hitz: Für eine passive Mitgliedschaft nicht. Ab 10 Jahren kann man bei der Jugendfeuerwehr aktiv werden. Hier ist eine Mitgliedschaft noch kostenfrei. Ab 17 Jahren kann man Mitglied der Einsatzabteilung werden oder wechselt aus der Jugendfeuerwehr dorthin. Bis zum 65. Lebensjahr kann man - sofern es die Gesundheit zulässt Mitglied der Einsatzabteilung bleiben. Anschließend wechselt man in die sogenannte 'Ehren- und Altersabteilung'. Sie besteht aus verdienten Feuerwehrfrauen und -männern.

Das hört sich alles gut und durchdacht an. Ihre Feuerwehr ist gut organisiert. Herr Hitz, vielen Dank für diese interessanten Einblicke in ihre Feuerwehr. Wir wünschen ihnen und ihren Einsatzkräften alles Gute für die Zukunft und immer genug Mitglieder.


Das Interview führte Gabriele Schneider (freie Journalistin).

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